Bei uns nicht

 

Grafik einer Familie
Nur gemeinsam haben alle eine Chance

Eigentlich ist es müßig, immer noch über dieses Thema schreiben zu müssen. Aber leider bekommt man auch heute noch oft genug aus den Medien mit, wie unseren ausländischen Mitbürgern von verschiedenen Seiten zugesetzt wird. Hierbei möchten wir die rechtsradikale Szene gar nicht groß hervorheben, weil sie damit die Beachtung erhielte, die sie gar nicht bekommen soll. Es gibt aber noch genügend andere Unverbesserliche, die gegenüber unserer ausländischen Mitbürger eine negative Haltung haben und eben auch so handeln. Wir meinen allerdings, bei all den Anfeindungen und Gewalttaten wird meist vergessen, wie viele dieser Menschen seit vielen Jahren für die bei uns mittlerweile gegebene Lebensqualität mitgeschuftet haben, und auch in wirtschaftlich schweren Zeiten mit uns durch dieses tiefe Tal gingen.

Viele sind nur aus der Not heraus bei uns in Deutschland gestrandet. Aufgrund politischer Situationen in ihrer Heimat sind sie vor Ungerechtigkeit, Verfolgung und auch der Folter geflüchtet. Nicht alle von ihnen hatten das Glück, dass die Familie bei all diesen Wirrungen zusammen bleiben konnte. War dies der Fall, konnten sie sich gegenseitig ein wenig Halt in der Fremde geben.

Problematisch wird es dann innerhalb dieser Familien, wenn sich zu allem Übel noch eine schwere Erkrankung bei einem der Familienmitglieder einstellen sollte. Kaum ein paar Worte der deutschen Sprache mächtig, müssen sie vieles über sich ergehen lassen, ohne jedoch genau zu wissen, was überhaupt geschieht. Für einen Dolmetscher reichen in der Regel die finanziellen Mittel nicht aus. Ist es dann noch das Kind, welches an einem Tumor oder an Leukämie erkrankt, sieht es hier nicht anders aus als in einer deutschen Familie: Man ist absolut hilflos!

Kreative Kinder am Aktionsstand
Kinder sind noch problemfrei im Umgang mit Anderen

Wie schon oft in der Vergangenheit geschehen, tritt auch bei diesen Familien - egal ob Vertriebenenfamilie oder schon lange hier ansässig - die Initiative für krebskranke Kinder e.V. Wuppertal helfend ein. Denn so wenig wie die Krankheit Halt vor Konfession, Hautfarbe und Nationalität macht, sowenig kann die Initiative diesen kranken Kindern und auch deren Familien die Untertsützung versagen. Wenn vor der Krankheit alle gleich sind, muss das für uns erst recht gelten. Wenn Ärzte und Pflegepersonal in unseren Krankenhäusern ihr Bestes geben, sollten auch wir allen Betroffenen ein einigermaßen gesundes Umfeld bereiten. Dies gilt während der Akutbehandlung und selbstverständlich auch bei der Nachsorge.

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